Wussten Sie schon,…

… dass das Herkunftswörterbuch ideal ist für interessante Einstiege in trockene Themen? Oder was mit einer Verstehensassistenz gemeint ist? Hier finden sich interessante Tipps und Artikel zu sprachlichen Themen im weitesten Sinne. Viel Spaß!

Was ist eine Verstehensassistenz?

Dieser recht neue Begriff ist eine Bezeichnung für Personen, die Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Menschen mit Behinderungen bei inklusiv ausgerichteten Veranstaltungen begleiten. Sie erklären Fach- und Fremdwörter, fassen Abstraktes zusammen, schreiben stellvertretend Ideen auf und sind „Sprachrohr“ für Menschen, die sich vielleicht nicht trauen, in großer Runde zu sprechen.

Leicht oder einfach?

Leichte Sprache und einfache Sprache werden häufig synonym verwendet, sind es aber nicht. Die Leichte Sprache hat strengere Regeln: Die Sätze sind kürzer und enthalten immer nur eine Information. Es gibt keine Abkürzungen und Redewendungen. Texte in Leichter Sprache enthalten viele Absätze, Zwischenüberschriften und Bilder. Und vor allem: Sie sind durch Menschen mit Lernschwierigkeiten geprüft. Dokumente in einfacher Sprache müssen nicht geprüft werden. Die Sätze sind länger, es kommen auch Fremdwörter und Fachwörter darin vor. Nützlich sind beide Varianten, da sie vielen Menschen den Zugang zu Informationen ermöglichen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich in einer Erklärung des Netzwerks Leichte Sprache.

Einen guten Einstieg finden

Das ist meistens gar nicht so einfach. Mein Tipp: Mal einen Blick in das Herkunftswörterbuch werfen. Viele Begriffe haben einen interessante Geschichte, die jeden Text unterhaltsamer machen. Wer zum Beispiel weiß, dass das Wort Brille eine Ableitung von Beryll ist, kann viel mehr über den Alltagsgegenstand erzählen. Denn im 13. Jahrhundert wurde dieses mineralische Gestein geschliffen und zum Vergrößern genutzt. Der Name blieb, auch als die Linsen später aus Bergkristall bzw. Glas hergestellt wurden. Ähnliche Geschichten gibt’s im Duden, Band 7.